Star Wars Party

Hallo Ihr Lieben,

das Universum schlägt zurück in Form eines phantastischen Kuchen, die liebe Katharina von Miss Blueberrymuffin`s kitchen hat sich hiermit selbst übertroffen. Unglaublich aber wahr!

Der Blog ist ein wenig länger, aber Katharina berichtet so schön anschaulich mit wie vielen technischen Feinheiten frau sich rumschlagen muss, um ein so eine tolle Torte zu backen. Lesenswert!

Dam dam dam dam da dam da da dam… summte ich beim Dekorieren dieser Star Wars Torte, die ich für meinen Vati gebacken habe, aber erstmal möchte ich erzählen, wie es überhaupt dazu kam, dass ich mich an meiner ersten Fondant-Torte versucht habe.

Alles begann mit Kalinka von Let them eat Cupcakes, die mir ein Bild von einem Todesstern aus Schokolade zeigte. Ich war gleich hellauf begeistert und wir haben uns auf die Suche gemacht, wo man so eine Silikonform für einen kleinen Todesstern kaufen kann. Ich war auf jeden Fall Feuer und Flamme, da der Geburtstag meines Vatis (Ich weiß nicht wie oft er die Filme schon gesehen hat… aber es war OFT!) anstand und eine Torte im Star-Wars-Look ein echter Knüller wäre und dann nahm alles seinen Lauf…

Bei Close up wurde ich dann fündig und zu meinem großen Glück wurde mir eine Silikonform vom Shop zum Testen zur Verfügung gestellt! Vielen Dank dafür an dieser Stelle. Für die Torte hatte ich mir ein einfaches Design vorgestellt. Da ich vorher noch keine Fondant-Torte gemacht hatte, wollte ich mich nicht überfordern (habe ich dann trotzdem, aber dazu später mehr). Schwarz sollte sie werden, so viel stand fest und Sterne sollte es auch geben. Es sollte so aussehen, als thronte der Todesstern auf einem “Stückchen Weltraum” und 2-stöckig sollte die Torte auch sein, da der Todesstern auch hübsch zur Geltung kommen sollte.
So viel zu meiner “Planung”, denn ohne Christina (HIER geht es zu ihrem wundervollen Blog) wäre ich wohl ins offene Messer gelaufen. Ich hatte nämlich vor, meinen weißen Fondant mit meiner Wilton-Pastenfarbe selbst einzufärben. Damit wäre ich wohl kläglich gescheitert, da meine Farbe für dieses Mammut-Projekt nicht intensiv genug gewesen wäre und ich zu viel Farbe hätte verwenden müssen. So hätte ich dann die Konsistenz meines Fondants verändert und so das ganze Projekt gefährden können. Nach einer ausführlichen Beratung seitens Christinas (Einfärben, anmalen, abpudern …?) habe ich mich dann entschieden auf Nummer sicher zu gehen und habe gleich schwarzes Fondant gekauft. Eine Sorge weniger.

Bei dem Todesstern hatte ich ursprünglich daran gedacht, weiße Schokolade grau einzufärben. Nach einem Testlauf hat sich aber herausgestellt, dass das wirklich nicht so schön (und appetitlich) aussah und so habe ich ein wenig mehr Geld investiert und mir ein essbares Silver Spray (PME) gegönnt. Ich habe lange überlegt, weil es ja doch nicht ganz günstig ist, bin aber im Nachhinein extrem froh, dass ich es gekauft habe, weil das Ergebnis einfach perfekt war. Aber seht selbst. Mir wollte erst keiner glauben, dass der Todesstern tatsächlich aus Schokolade ist.
Der Todesstern selbst ist nämlich tatsächlich komplett aus Schokolade gegossen und nicht hohl. Gebraucht habe ich dafür etwa 2 Tafeln weiße Schokolade. Kurz bevor die Schokolade ganz fest war, habe ich einen Holz-Schaschlikspieß hinein gesteckt, damit ich den Todesstern besser in die Torte stecken konnte. An diesem Spieß habe ich den Todesstern auch mit dem Silber Spray besprüht. Die Farbe ist wunderbar gleichmäßig angetrocknet und hat super gedeckt. Besonders gefreut hat mich, das die vielen kleinen Details und Rillen des Todessterns nach dem Besprühen nicht verschmiert oder zugeklebt wurden, sondern sehr gut zur Geltung kamen. Der kleine Todestern saß später dank des Spießes sicher auf der Torte, ohne zu wackeln oder zu verrutschen.

Unter dem schwarzen Fondant versteckt sich eine Apfel-Holunder-Torte. Ich liebe diese Kombination und von meinem Vater weiß ich, dass er es nicht zu süß mag- Perfekte Wahl! Vor allem die Holunder-Buttercreme war ein Traum! *yummy*
Rezept ( 2 Springformen: 20 cm + ca. 14 cm)
475 g Butter
475 g Zucker
475 g Mehl
9 Eier
2x Vanillezucker
1,5 Pack. Backpulver
150 ml Apfelsaft
1 Apfel, etwas Zitronensaft
Zutaten für die Buttercreme
500 ml Milch
1/2 Vanilleschote (aufgeschlitzt)
100 Zucker
3 Eigelb
40 g Speisestärke
350 g Butter
einige Esslöffel Holundermarmelade
Zusätzlich
+ Holundermarmelade
+ ca. 1 kg Fondant schwarz
+ ca. 200 g weißes Fondant für die Sterne
+ weißes Schleifenband

Den Backofen auf 175° vorheizen. Zuerst werden die Eier mit dem Vanillezucker aufgeschlagen. Nach und nach gebt ihr den normalen Zucker dazu. Wenn die Masse schön fluffig ist, gebt ihr eure weiche Butter hinzu und mixt alles gut durch. Das Mehl, welches ihr vorher mit dem Backpulver vermengt, hebt ihr abwechselnd mit dem Apfelsaft unter.
Der Apfel kommt noch nicht in den Teig. Er wird geschält, entkernt, gewürfelt und mit Zitronensaft beträufelt.
Nun teilt ihr den Teig auf. Die Hälfte des Teigs verteilt ihr auf 2 Springformen (20 cm + ca. 14 cm). Dieses Schritt werdet ihr später wiederholen müssen und so den ganzen Teig aufbrauchen. Verteilt die Hälfte der Apfelwürfel auf dem Teig und rührt sie in der Springform etwas unter. Die Böden werden dann gebacken. Da ich mir dieses Rezept selbst zusammengeschustert hatte, wusste ich nicht so richtig wie lange die Böden brauchen würden. Ich habe den Kuchen also im Auge behalten und immer wieder Stäbchenproben gemacht. Die erste Stäbchenprobe empfehle ich nach einer halben Stunde. Dieses Verfahren ist hier am besten, weil sich die Böden aufgrund des unterschiedlichen Durchmessers anders verhalten.

Während die Böden backen, kann die Buttercreme hergestellt werden. Dafür 250 ml Milch zusammen mit der Vanilleschote aufkochen und 50 g Zucker dazu geben. In einer separaten Schüssel werden 3 Eigelb mit weiteren 50 g Zucker, 40 g Speisestärke und der restlichen Milch verquirlt. Die Eiermilch wird nun behutsam unter die heiße, aber vom Herd genommene Vanillemilch gerührt. Diese Creme wird dann nochmal auf dem Herd aufgekocht, bis ein Pudding entsteht. Die Puddingmasse in eine andere Schüssel füllen und abkühlen lassen. Es ist sehr wichtig, dass die Butter und der Pudding beim Zusammenrühren beide Zimmertemperatur haben. Andernfalls könnte euch die Creme gerinnen und dann war alles für die Katz.
Dann schlagt ihr die Butter mehrere Minuten weich und gebt dann esslöffelweise den zimmerwarmen Pudding dazu. Zum Schluss schmeckt ihr eure Puddingcreme mit einigen Löffeln Holundermarmelade ab. Bis zur weiteren Verwendung solltet ihr die Buttercreme im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn alle 4 Böden (2x 20 cm und 2x 14 cm) gebacken sind, bestreicht ihr die noch warmen Böden von einer Seite mit Holundermarmelade und lasst sie dann abkühlen.
Dann bestreicht einen der Böden mit 20 cm Durchmesser und einen der Böden mit 14 cm Durchmesser mit Buttercreme und legt den jeweils anderen Boden mit dem gleichen Durchmesser darauf. Die Stockwerke werden nun möglichst glatt mit der Buttercreme eingestrichen. Je glatter die Buttercreme wird, desto weniger Hubbel hat später die Fondant-Ummantelung.

Wenn ihr noch nie eine Torte mit Fondant ummantelt habt, kann ich dieses Video empfehlen (klick). Mir hat das sehr geholfen und es hat gut geklappt. Ich hatte nicht so einen hübschen Glätter mit Griff und habe darum ein glattes Frühstücksbrettchen verwendet. Sicherlich nicht optimal, aber es hat auch geklappt.

Wenn beide Stockwerke mit Fondant ummantelt worden sind, werden sie gestapelt. Unten habe ich noch weißes Scheifenband um die Torte gemacht. Das sieht hübsch aus und verdeckt kleine Fehler an der unteren Kante.

Die Sterne habe ich aus Fondant ausgestochen und mit sehr festem Royal Icing aufgeklebt. Bei der Verteilung bin ich keinem bestimmtem Muster gefolgt, sondern habe lustig drauf los geklebt. Das Ausstechen und Aufkleben der Sterne hat eine gute Stunde gedauert. Danach habe ich noch den Todesstern oben drauf gesetzt, habe ein paar Schritte zurück gemacht und war eigentlich ganz zufrieden mit meinem Erstlingswerk. Klar.. ganz gerade ist es nicht geworden und an einer Stelle ist mein Fondant gerissen, aber da kam dann einfach ein Sternchen drauf. 😉 Meinen Papa hat es auf jeden Fall gefreut und das ist die Hauptsache. 

Close up stellte mir ebenfalls diese beiden kultigen Backformen zur Verfügung. Für meinen Star Wars Sweet Table habe ich die Dath Vader Form verwendet, weil sie so gut zu dem dunklen Kuchen passte und ich noch etwas Schokoladiges haben wollte.

Und wer nun denkt, ich stünde auf der dunklen Seite der Macht, der irrt sich, denn der Kuchen wurde angeschnitten und der Todesstern gegessen und damit zerstört!

Vielen Dank an:

Party Princess für die Wabenbälle in schwarz/weiß! Sie haben das Bild wirklich komplettiert und den Weltraum-Look perfekt gemacht! Danke dafür!



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